Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten eine Borte aufzunähen. Ich zeige Euch hier die, die ich am liebsten nutze.
Grundsätzlich mache ich es so, dass ich die Bortenenden immer in einer Gewandnaht versenke, sofern möglich. Das ist stabil, verhindert bei sehr glatten Borten ein aufrebbeln und sieht sauber aus. Wenn ich die Borte um einen runden Halsausschnitt nähen will, dämpfe ich sie unter einem feuchten Tuch vorher etwas in Form. Achtung, Temperatur nicht zu heiss wählen, damit die Borte nicht angegriffen wird. Ich hefte die Borte immer zuerst in groben Stichen vor, so sind eventuelle Korrekturen bei großen Ausschnitten leichter möglich.
Wenn ihr die Stecknadeln quer steckt, wie auf meinem Bild, kann man sie während des maschinennähens im Stoff lassen. Der Stoff lässt sich leichter führen und die Brettchenborte verrutscht nicht. Will ich die Borte auf ein Gewand mit Schlitzausschnitt nähen, gehe ich wie folgt vor:
1. In den folgenden Bildern seht ihr, wie ich die Brettchenborten falte, achtet darauf, dass ihr das Muster so legt, dass beide Seiten gut zusammen passen.
2. Ich stecke die Borte im rechten Winkel fest, damit sie nicht verrutscht
3. Jetzt falte ich den 2. Bortenteil nach oben und erhalte so eine schöne Spitze. Nochmal der Hinweis: achtet ein bisschen auf das Muster.
4. Nun vernähe ich die Spitze (siehe Pfeil), damit die Brettchenborte nicht klafft.
5. In den letzten 3 Bildern zeige ich, wie man einen geraden Abschluss bekommt, wenn man keine Spitze möchte. Beginnt, wie oben beschrieben und dreht die zur Spitze gefaltete Borte um.
6. Nun klappt die Spitze nach oben und heftet sie fest und vernäht die offene Spitze.
Jetzt die Borte wieder mit der gemus-terten Seite nach oben drehen, Den Schlitz soweit zunähen, wie es euch am besten gefällt. (siehe Pfeil).
Mit dem Festnähen beginne ich immer an der Spitze oder der flachen Stelle. Schneidet die Borte nicht zu knapp, so dass ihr den Winkel nachträglich noch verschieben könnt und oben am Hals alles prima passt.
Auf den Bildern unten seht Ihr die Näharbeiten einer Museumsschneiderin: