Hier zeige ich Euch die schönsten Holzarbeiten rund um unseren Verkaufsstand. Die Werkstücke sind alle unverkäuflich und sollen nur zum Staunen und Nachbauen anregen ;-)
...und von der Seite


Oben eine kleine gotische Sitzbank , unten eine schöne gotische Steck-Bank aus Kiefernholz mit Leinölfirnis grundiert.


Hier eine Markt-Truhe zum Präsentieren der Brettchenborten mit schönen Lederbeschlägen als Deckelschanier und einfachen Kordelgriffen

Gruppenbild all meiner mittelalterlichen Holzlöffel:
Holzlöffel aus Pappelholz von unserem frühren Picknickplatz am Rhein bei Biebesheim:
Holzlöffel aus Stieleichenholz auch aus Biebesheim mit ovaler Laffe. Rechts die Unterseite vom Löffel:
Sonjas Lieblingslöffel aus schön gemasertem Weichholz. Die Laffe ist vielleicht etwas zu tief geraten...
... und hier nochmal die Unterseite.
Eine kleine Löffelschnitzanleitung:
Für fast alle Löffel habe ich mir 5-6 cm dicke Äste ausgsucht und der Länge nach in zwei Hälften gespalten. Damit konnte ich später entlang der Jahresringe die Laffe (Löffelvorderteil) aushöhlen und damit die natürliche Stabilität des Holzes erhalten. Danach wird der spätere Löffelumriss mit Bleistift auf den halbierten Ast gezeich-net und ausgesägt.
Achtet unbedingt darauf, dass keine toten Astlöcher in dem Löffelrohling enthalten sind. Solche Astlöcher entstehen wenn ein Ast am lebenden Baum abgestorben ist und evtl. in der späteren Wachstumsphase mit frischem Holz zugewachsen ist. Solche Astlöcher sind viel dunkler als das restliche Holz, sehr hart und schrumpfen gerne beim Trocknen und fallen raus.
Nachdem der Umriss (Löffel Draufsicht von oben) fertig ausgesägt ist, Macht Ihr Euch Gedanken wie der Löffelgriff geformt sein soll und zeichnet ihn seitlich auf den Löffelrohling. Lasst ruhig am Übergang von der Laffe zum Griff etwas mehr Holz stehen, das wird am Schluss abgeraspelt und geschnitzt um einen sanften Übergang zum Griff zu bekommen. Das Aushöhlen der Laffe ist die aufwendigste Arbeit, man kann es sich etwas leichter machen wenn man mit einer kugelförmigen Raspel für die Bohrmaschine Material wegnimmt bis ca. 5mm Holzdicke an der Laffe übriggeblieben sind. Die restliche Löffelform dann mit grobem Schleifpapier oder einem scharfem Schnitzmesser nacharbeiten. Zum Abschluss mit feinem Schleifpapier oder authentisch mit Schachtelhalm den Löffel glätten. Um ihn gegen Feuchtigkeit abzudichten, reibe ich das Löffelholz satt mit Speiseöl ein und erwärme den Löffel in einem Infrarot-Kleingrill o.ä. damit das Öl gut aufgenommen wird. Das wiederhole ich mehrmals. Auch später wenn der Löffel in Benutzung ist, bekommt er zur Pflege etwas Öl eingerieben.
Noch ein paar Worte zum Löffelholz:
Meine ersten beiden Holzlöffel habe ich aus nordischer Kiefer geschnitzt, ich hatte Langeweile und es war kein anderes Holz greifbar. Kiefer ist aber ein harziges Holz und die Suppe aus diesen Löffeln schmeckt deshalb auch etwas harzig und leicht bitter (mjam...). Später habe ich mit Eiche, Pappel und Buche experimentiert und sehr schöne Löffel bekommen. Wenn Ihr an Wacholderholz kommt, verwendet das! Ganze Foren im Internet streiten sich, ob man beim Benutzen von Eibenholz-Löffeln tot umfällt oder nicht. Ich denke mal das Eibenholz-Löffel ok sind, weil man ja nicht den Löffel mit ißt ! (für die Uneingeweihten unter Euch: alle Pflanzenteile der Eibe, mit Ausnahme des roten Samenmantels, enthalten für den Menschen und viele Tiere giftige Alkaloide). Experimentiert einfach selbst mit Hölzern die Ihr zur Hand habt. Mit jedem Löffel werdet Ihr besser!
Meine Holzarbeiten sind genau wie meine Webrahmen leider nicht zu kaufen!